• Fabienne Debrunner

Energieeffizienz

Um die Energieversorgung in der Schweiz nachhaltiger zu gestalten ist es einerseits wichtig, vermehrt erneuerbare Energiequellen zu nutzen und sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden. Um langfristig eine echte Nachhaltigkeit zu erreichen, ist es andererseits auch zentral, unseren Energiekonsum zu überdenken und erneuerbare Energie suffizient zu nutzen. Denn der Energiehunger in der Schweiz ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich gross.


Wir verbrauchen täglich Energie, um unsere Wohnungen zu heizen und zu beleuchten, für warmes Wasser, für unsere zahlreichen elektrischen Geräte und um mobil zu sein. Der Verkehr nimmt mit einem Anteil von 35 % am meisten Energie in Anspruch, gefolgt von den privaten Haushalten mit 29 %:
















Quelle: myclimate.ch, Klimabooklet 2020


Nachfolgend ein paar praktische Tipps und Tricks für den Alltag, mit denen Sie einfach Energie und Geld sparen können, sowohl zuhause wie auch unterwegs.


Verkehr

Fast zwei Drittel der im Inland gefahrenen Kilometer werden mit dem Auto zurückgelegt. Wer vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs ist, spart Energie und senkt die Emissionen aus dem Verkehr.


Wohnen

Mit Abstand am meisten Energie, ganze 65%, verbrauchen die Heizungen. An zweiter Stelle folgt die Warmwasseraufbereitung mit 15%. Elektrische Geräte und Beleuchtungen fallen mit jeweils 2% bis 4% nicht stark ins Gewicht.
























Quelle: myclimate.ch, Klimabooklet 2020


So können Sie Zuhause Energie sparen:

  • Drehen Sie die Heizung runter. Mit jedem Grad weniger reduzieren Sie den Energieverbrauch um rund 6% pro Jahr.

  • Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf die Energieetikette. Geräte der Klasse A+++ verbrauchen bis zu 30% weniger Energie als Geräte der Klasse A++.

  • Mit einer Geschirrspülmaschine verbrauchen Sie weniger Energie als wenn Sie von Hand spülen, besonders wenn Sie die Maschine ganz füllen und im Eco-Programm laufen lassen.

  • Waschen Sie nicht stark verschmutzte Wäsche bei 20°C, dies schont auch die Textilien. Die Dosierung des Waschmittels muss dazu nicht angepasst werden, fast alle Waschmittel sind auch für Kaltwäsche geeignet.

  • Trocknen Sie Ihre Wäsche an der Luft statt im Tumbler.

  • Ersetzen Sie Glühbirnen durch LED-Glühbirnen

  • Vermeiden Sie den Standby-Modus, schalten Sie Geräte aus die sie nicht benötigen. Am besten geht das mit einer Stromsteckleiste, die Sie ausschalten können.


Finden Sie die Stromfresser in Ihrem Zuhause. Installieren Sie dazu einen

Smart Meter, der Ihren Energieverbrauch misst und transparent macht. Nur wenn Sie Ihren Energieverbrauch im Detail kennen, sehen Sie auch, wo Sie noch Energiesparpotenzial haben. Dabei hilft zum Beispiel der Energieassistent vom EKZ.


Für Eigenheimbesitzer: Prüfen Sie die Möglichkeit einer energetischen Sanierung. Das Gebäudeprogramm des Bundes bietet Unterstützung in der Prüfung und Planung sowie eine Übersicht zu allen erhältlichen Fördermitteln in den Bereichen Wohnen und Mobilität.


Energieverbrauch im Internet

Gemäss obiger Grafik beträgt der Anteil von sonstigen elektrischen Geräten (TV, Computer, Tablet, Handy etc.) am Energieverbrauch nur 4% und scheint somit unwesentlich zu sein. Es lohnt sich aber dennoch, auch hier genauer hinzuschauen, denn: der digitale Datenkonsum braucht zunehmend mehr Energie. Die Geräte selbst werden in ihrem Energieverbrauch zwar immer effizienter, diese Effizienzgewinne vermögen jedoch den vermehrten Datenkonsum durch die Benutzer nicht zu kompensieren. Gemäss einer französischen Studie fallen 80 Prozent des weltweiten Datenverkehrs im Internet auf das Streaming von Videos.


Unser Tipp:


Machen Sie sich bewusst, dass jede Google-Abfrage, jede versendete E-Mail, jedes Video welches Sie sich auf dem Handy anschauen, zu einem steigenden Energieverbrauch des Internets beiträgt. Überdenken Sie Ihren Datenkonsum und reduzieren Sie die Datenmenge, indem Sie weniger Videos und in niedrigerer Auflösung schauen oder Ihre tägliche Online-Zeit reduzieren.


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